Pétain, Philippe

bearbei­tet von
Prof. Dr. Charlot­te Schmitt-Leonardy,
Ruth Antonia Rosen­stock, LL.M. (Köln-Paris), MJur (Oxford)

Frank­reich 1945
Hochverrat
Kolla­bo­ra­ti­on mit Deutschland
Vichy-Regime

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Der Prozess gegen Philippe Pétain
Frankreich 1945

1. Prozess­be­deu­tung
Der Prozess gegen Philip­pe Pétain war von Anbeginn durch Ambiva­len­zen geprägt, die bis heute kaum aufge­löst schei­nen: Der einsti­ge „Held von Verdun“, der 1916 den deutschen Angriff bei Verdun aufhielt und damit den Ersten Weltkrieg maßgeb­lich zu Gunsten von Frank­reich prägte, wurde 1945 wegen „Verschwö­rung gegen die Franzö­si­sche Republik und die Sicher­heit des Staates“ sowie „Kolla­bo­ra­ti­on mit dem Feind“ vor der Haute Cour de Justi­ce angeklagt.[1]
Der Prozess begann am 23. Juli 1945 und endete nur einen knappen Monat später – am 14. August 1945. Der Prozess ist teilwei­se als „Arche­typ“ eines politi­schen Prozes­ses von „zweifel­haf­ter Legiti­mi­tät“ bezeich­net worden.[2] Jeden­falls hatte dieses Verfah­ren, das zweiein­halb Monate nach dem Kriegs­en­de in Europa begann – und noch während der Pazifik­krie­ges in vollem Gange war[3] – eine wichti­ge politi­sche Funkti­on: die Legiti­mi­tät der neuen provi­so­ri­schen Regie­rung, aus der am 27. Oktober 1946 die Vierte Franzö­si­sche Republik erwach­sen würde, zu stärken.[4] Für die Übergangs­re­gie­rung unter De Gaulle war entschei­dend, dass die „Verur­tei­lung Vichys in der Person seiner Führer“ die Verant­wor­tung bei diesen konzen­trier­te und damit das franzö­si­sche Volk insge­samt aus der Verant­wor­tung entließ.[5] Es ist daher nahelie­gend, diesen Prozess als „procès qui reinven­ta la France“[6] zu bezeich­nen. Der Prozess gegen Pétain hatte damit auch ein politi­sches Narra­tiv: auf der einen Seite die Ankla­ge, der „Vichy“ als ein Verbre­chen am – und nicht des – franzö­si­schen Staat zugrun­de lag. Diese Disso­zia­ti­on von staat­li­cher Führung und Staat bzw. Volk findet sich auch in den Geschichts­bü­chern nach 1945, wonach zwar die Regie­rung Vichys kolla­bo­rier­te, das franzö­si­sche Volk selbst dies aber verwei­ger­te.[7] Auf der anderen Seite stand die Vertei­di­gungs­li­nie von Pétains bevor­zug­tem Anwalt Isorni, die Pétain als Retter Frank­reichs gegen den deutschen Feind stili­siert: Pétain als „Schild“ und der damali­ge Präsi­dent der Exilre­gie­rung des „Freien Frank­reichs“, Charles De Gaulle, als „Schwert“. Ein Narra­tiv, welches sich in vielen franzö­si­schen Geschichts­bü­chern der Sekun­dar­stu­fe II bis in die 80er Jahre hielt.[8] In der Vertei­di­gung angelegt war auch das Narra­tiv eines „guten Vichys“ unter Pétain, der versuch­te, deutsche Forde­run­gen gegen­über einem „bösen Vichy“ unter Laval abzumil­dern, der bedin­gungs­los kolla­bo­rie­ren wollte.[9] Diese Inter­pre­ta­tio­nen von Vichy entstan­den indes nicht allein durch den Prozess. Der Prozess fungier­te jedoch als eine Art Brenn­glas: er lässt die wichtigs­ten politi­schen und militä­ri­schen Akteu­re der Vichy-Regie­rung und ihre Gegner aufein­an­der­tref­fen und hält ihre Aussa­gen für die Nachwelt fest. Damit wirkt er als wichti­ger Teil der Zeitge­schich­te bis heute weiter.[10]
Die Resonanz unmit­tel­bar nach Prozess­be­ginn war dabei weniger kontro­vers als aufgrund der Popula­ri­tät Pétains befürch­tet. Dafür sprach nicht zuletzt eine Umfra­ge aus dem Septem­ber 1944, in der 58% der Befrag­ten gegen eine Bestra­fung Pétains [11] votier­ten. Viele Franzo­sen glaub­ten, dass Pétain gegen die Deutschen unter­nom­men hatte, was er konnte.[12] Bei aller Skepsis gegen­über der metho­di­schen Strin­genz dieser Umfra­ge liegt nahe, dass die neue provi­so­ri­sche franzö­si­sche Regie­rung mit diesem Prozess ein Risiko einging. Dies erklärt womög­lich auch, dass kein Druck auf die Schweiz ausge­übt wurde, Pétain an Frank­reich auszu­lie­fern,[13] sondern die Weichen zunächst auf eine Verur­tei­lung in Abwesen­heit gestellt wurden [14] – wohl auch um so den großen „Wirbel“ um den Prozess in der Bevöl­ke­rung zu vermei­den. Der Vorsit­zen­de Richter leite­te die Verhand­lun­gen mit den Worten ein, der Angeklag­te Pétain habe starke Gefüh­le – von „Liebe“ bis zu „Hass“ – in der Bevöl­ke­rung hervor­ge­ru­fen und appel­lier­te an die Saalöf­fent­lich­keit, diese Gefüh­le außen vor zu lassen. Letzt­end­lich kam es auch zu keinem größe­ren Aufruhr.[15] Aller­dings war das Inter­es­se am Prozess sehr ausge­prägt, der Gerichts­saal an den meisten Tagen voll besetzt [16] und die histo­ri­sche Einord­nung als „einer der größten in der Geschich­te [Frank­reichs]“[17] erfolg­te unmit­tel­bar.[18]

2. Perso­nen
a) Der Angeklagte
Philip­pe Pétains Leben und Karrie­re waren bis zu seinem 60. Lebens­jahr wenig aufse­hen­er­re­gend: Als Sohn eines Landwirts im Jahr 1856 in Cauchy-à-la-Tour geboren, verbrach­te er seine Kindheit nach dem frühen Tod der Mutter – er war erst ein Jahr alt – vor allem bei den Großel­tern väter­li­cher­seits. Die Landwirt­schaft für sich ausschlie­ßend, blieb ihm als Kind aus relativ armen Verhält­nis­sen nur eine Karrie­re in der Kirche oder beim Militär – er entschied sich für letzte­res. Er begann seine militä­ri­sche Karrie­re 1878 als Sous-Lieuten­ant und war 35 Jahre später (ledig­lich) Colonel[19] – ein Umstand, den er später als Zeichen seines ehren­haf­ten Charak­ters deuten würde, dem ein Aufstieg ohne Intri­gen und politi­sches Kalkül gelun­gen sein soll.[20]

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs machte Pétain sich, obwohl er sich zuvor noch mit großen Schrit­ten der Pensio­nie­rung genähert hatte, einen Namen mit Defen­siv­stra­te­gien. In diesem Abnut­zungs­krieg war die Vermei­dung verlust­rei­cher und riskan­ter Angrif­fe ebenso weichen­stel­lend wie die Organi­sa­ti­on von Nachschub und Provi­ant, mit deren Hilfe die misera­blen Lebens­be­din­gun­gen der Solda­ten verbes­sert wurden.[21] Nicht zuletzt mit der Einrich­tung der „Voie Sacrée“ – einer Straße zwischen Bar-le-Duc und Verdun – gelang die Versor­gung der franzö­si­schen Truppen während der Schlacht um Verdun von 1916 und letzt­lich die Abwehr des deutschen Heeres. Mit diesem entschei­den­den Wende­punkt des Ersten Weltkrie­ges wurde Pétain zum Volks­hel­den.[22] Er wurde am 19. Novem­ber 1918 zum Maréchal ernannt, der höchs­ten militä­ri­schen Auszeich­nung und erhielt so landläu­fig den Beina­men „Held von Verdun“.[23]

Der Premier­mi­nis­ter Paul Reynaud, der Pétain am 18. Mai 1940 in sein Kabinett rief, sprach im Prozess 1945 von der „Divini­sie­rung“ Pétains nach dem 1. Weltkrieg. Anders als typischer­wei­se Militär­an­ge­hö­ri­ge, sei Pétain sowohl bei der politi­schen Rechten und als auch bei der Linken beliebt gewesen, weil er als Mann der Defen­si­ve galt.[24]

Als der Zweite Weltkrieg 1939 ausbrach, war Pétain 83 Jahre alt und – obgleich er für Politik und Politi­ker stets Verach­tung ausdrück­te [25] – Botschaf­ter in Spani­en. Im Mai 1940 griff Deutsch­land Frank­reich an und drang – für den Großteil der franzö­si­schen Bevöl­ke­rung, die sich durch die Maginot-Linie sicher fühlten – überra­schend schnell vor. Angesichts einer drohen­den Nieder­la­ge holte Minis­ter­prä­si­dent Reynaud Pétain – nicht zuletzt aufgrund seiner Beliebt­heit[26] – in seine Regie­rung und machte ihn zum stell­ver­tre­ten­den Minis­ter­prä­si­den­ten. Der strate­gi­sche Umgang mit dem deutschen „Blitz­krieg­kon­zept“ wurde inner­halb der franzö­si­schen Regie­rung kontro­vers disku­tiert: Reynaud war – wie General de Gaulle – der Meinung, dass Frank­reich weiter­kämp­fen sollte, setzte sich damit jedoch nicht durch. Nach seinem Rücktritt übernahm Pétain am 18. Juni 1940 das Amt des Minis­ter­prä­si­den­ten und begann alsbald Waffen­still­stands­ver­hand­lun­gen mit der deutschen Regie­rung, die Frank­reich in einen besetz­ten Teil im Norden und einen freien Teil im Süden teilen sollte. De Gaulle rief während­des­sen aus London weiter zum Wider­stand auf.

Im Glauben an einen ohnehin verlo­re­nen Krieg unter­schrieb Pétain am 22. Juni 1940 einen Waffen­still­stand zu Bedin­gun­gen, die die Schmach der Deutschen aus dem Ersten Weltkrieg spiegeln sollte, denn ebendort – in Compiè­g­ne – war ein solcher am 11. Novem­ber 1918 zulas­ten Deutsch­lands unter­zeich­net worden. Die Nordhälf­te Frank­reichs – inklu­si­ve der franzö­si­schen Kanal- und Atlan­tik­küs­te bis zur spani­schen Grenze – wurde dem deutschen Besat­zungs­re­gime zugeord­net. Die deutlich kleine­re Südhälf­te blieb unbesetzt und wurde zum neuen État Français unter der Vichy-Regie­rung von Pétain. Die Verfas­sungs­ge­set­ze vom 10. Juli übertru­gen Pétain umfas­sen­de Vollmach­ten. Er wurde einen Tag später franzö­si­scher Staats­chef. Anders als sein Außen­mi­nis­ter Pierre Laval verwei­ger­te Pétain in den folgen­den Monaten jedoch einen Kriegs­ein­tritt an der Seite von Deutsch­land und entließ Laval, der mit den Deutschen noch enger hatte zusam­men­ar­bei­ten wollen. Pétain stand gleich­wohl für eine autori­tä­re Politik, die ab 1941 zuneh­mend an Rückhalt in der Bevöl­ke­rung verlor. Mit dem Wahlspruch „Travail, Famil­le, Patrie“ (Arbeit, Familie, Vater­land) wurde ab dem 30. Oktober der Weg der Kolla­bo­ra­ti­on beschrit­ten,[27] der zu einer breiten polizei­li­chen und später militä­ri­schen Zusam­men­ar­beit mit den deutschen Besat­zern führte. Die Vichy-Regie­rung organi­sier­te die Verfol­gung und Depor­ta­ti­on von Juden mit und führte einen bruta­len Kampf gegen die franzö­si­sche Résis­tance und andere, insbe­son­de­re kommu­nis­ti­sche Regime­geg­ner. Dieses Vorge­hen verschärf­te sich 1943 durch die Milice françai­se, einer von Pierre Laval gegrün­de­ten parami­li­tä­ri­schen Truppe.

Mit der Landung der Alliier­ten in der Norman­die im Jahr 1944, zog sich die Vichy-Regie­rung in das deutsche Sigma­rin­gen zurück. Pétain kehrte nach einem kurzen Aufent­halt im Schwei­zer Exil im Jahr 1945 freiwil­lig nach Frank­reich zurück, um sich seinem Prozess zu stellen. Er starb mit 95 Jahren auf der Ile d‘Yeu in Haft.

b) Die Verteidiger
Die Wahl der Vertei­di­ger war zunächst proble­ma­tisch und kontro­vers: Die Wunsch-Vertei­di­ger waren gestor­ben. Vertei­di­ger, denen eine große Nähe zur Résis­tance nachge­sagt wurde, lehnten ab oder wurden von Pierre Bouchar­don – dem designier­ten Unter­su­chungs­rich­ter – abgelehnt.[28] Vertei­di­ger waren schließ­lich Fernand Payen, Jaques Isorni und Jean Lemai­re, die sich kaum auf eine Strate­gie einigen konnten (siehe dazu unten).

c) Das Gericht
Der Prozess erfolg­te vor der erst am 18. Novem­ber 1944 errich­te­ten Haute Cour de Justi­ce. Es handel­te sich nicht um ein Militär­ge­richt und auch nicht um einen Sonder­ge­richts­hof im Sinne der späte­ren inter­na­tio­na­len Tribu­na­le. Es handel­te sich um ein Sonder­ge­richt, das – bis heute in abgewan­del­ter Form – die Verbre­chen von Macht­ha­bern beurteilt[29] und gleich­wohl in der unmit­tel­ba­ren Nachkriegs­zeit in den Kontext der Transi­tio­nal Justice/Transitionsjustiz zu stellen ist. Es handel­te sich also auch um einen Prozess, der die Aufar­bei­tung eines Teils des staat­li­chen Unrechts im Hinblick auf den Übergang von der Dikta­tur in eine Demokra­tie zum Gegen­stand hatte.

Die Vorun­ter­su­chung wurde durch den – von de Gaulle persön­lich ernann­ten – Unter­su­chungs­rich­ter Pierre Bouchar­don gelei­tet. Der Spruch­kör­per des Haupt­ver­fah­rens bestand aus drei Berufs­rich­tern, nämlich dem Vorsit­zen­den Paul Mongi­baux – dem erst kurz zuvor ernann­ten Präsi­den­ten des Kassa­ti­ons­ge­richts­hofs – und den Richtern Charles Donat-Guige (Vorsit­zen­der der Straf­ge­richts­kam­mer) und Henri Picard (Präsi­dent des Berufungs­ge­richts), die bereits unter dem Vichy-Regime als Richter tätig gewesen waren.[30] Außer­dem waren 24 Geschwo­re­ne einge­setzt, die je zur Hälfte aus Parla­men­ta­ri­ern und Mitglie­dern der Resis­tance bestan­den.[31]
Mongi­be­aux war darauf bedacht, den Prozess rein juris­tisch zu führen und gab nur am Anfang eine Erklä­rung ab, die die (politi­sche) Bedeu­tung des Prozes­ses hervor­hob: „Le procès qui va commen­cer est un des plus grands de l’histoire. Il impor­te qu’il se déroule dans la séréni­té et dans la digni­té. “ [Der Prozess, der nun beginnt ist einer der größten in der Geschich­te. Es ist wichtig, dass er in Ruhe und Würde abläuft. …]“.[32]

Die bewuss­te Wahl der Geschwo­re­nen aus dem politi­schen Bereich unter­strich den politi­schen Aspekt des Prozes­ses und barg das Dilem­ma, dass die Regie­rung von de Gaulle nur solche Parla­men­ta­ri­er ernen­nen wollte, die nicht für die umfas­sen­de Macht­über­tra­gung auf Pétain 1940 gestimmt hatten (denn die Macht­über­tra­gung war Teil des Ankla­ge­vor­wurfs), womit sich aber der ganze Spruch­kör­per dem Vorwurf der Partei­lich­keit ausge­setzt sah.[33]

d) Die Staatsanwaltschaft
Als General­staats­an­walt wurde André Mornet ernannt, der bereits Staats­an­walt im Hochver­rats­pro­zess gegen Marga­re­tha Geertrui­da Zelle („Mata Hari“) war[34] und aufgrund seiner Pensio­nie­rung vor Etablie­rung des Vichy-Regime nicht im Verdacht stand, einen Treueid auf Pétain geleis­tet zu haben.[35]
Gleich­wohl war André Mornet umstrit­ten,[36] denn er war – wie bereits der Vertei­di­ger Isorni vorbrach­te[37] – als Richter im Schau­pro­zess von Riom gegen die abgesetz­ten Reprä­sen­tan­ten der Dritten Franzö­si­schen Republik erwogen worden[38] und hatte während der Besat­zung als Vizeprä­si­dent in der Kommis­si­on zur Überprü­fung der Einbür­ge­run­gen gearbei­tet.[39] Ebendie­se Kommis­si­on wider­rief eine Vielzahl der Einbür­ge­run­gen, sodass schutz­be­dürf­ti­ge Perso­nen die franzö­si­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit verlo­ren und die Voraus­set­zun­gen für die Depor­ta­ti­on an und nach Deutsch­land nachträg­lich geschaf­fen wurden.[40]

Albert Camus, der den Prozess als Journa­list beglei­te­te, schrieb über Mornet kritisch: „Bis jetzt war dieser Prozess voller Humor […], schwar­zem Humor wohlge­merkt. Denn einem Prozess, in dem es um die Ehre und zum Teil um die Zukunft Frank­reichs geht, kann man sich nur ironisch nähern, wenn man feststellt, dass darin ein Vertre­ter der Ankla­ge und Zeugen der Ankla­ge auftre­ten, die über keine Legiti­ma­ti­on zur Ankla­ge verfü­gen. […]… es sind die Menschen, die in allen Regimen oben schwim­men.“[41]
Mornets ambiva­len­te Stellung wurde nicht zuletzt durch den Bericht eines Geschwo­re­nen, Pétrus Faure, sicht­bar, der über die Urteils­be­ra­tung und ein voraus­ge­hen­des Gespräch berich­te­te, der General­staats­an­walt Mornet habe den Geschwo­re­nen kurz vor den Urteils­be­ra­tun­gen geraten: „Ich habe die Todes­stra­fe beantragt […], aber Sie dürfen nicht dafür stimmen“ […].“[42]

3. Die Anklage
Die Ankla­ge laute­te auf Hochver­rat nach Art. 87 sowie auf Feind­be­güns­ti­gung nach Art. 75 des franzö­si­schen Straf­ge­setz­bu­ches a.F. Der Sachver­halt umfass­te die Unter­zeich­nung des Waffen­still­stands und die darauf aufbau­en­de Politik Pétains, insbe­son­de­re die Errich­tung des neuen État Français durch drei Verfas­sungs­ge­set­ze vom 11. Juli 1940, womit die Dritte Franzö­si­sche Republik abgeschafft wurde. Beim Vorwurf der Kolla­bo­ra­ti­on mit dem Feind stand die Unter­stüt­zung der deutschen Kriegs­ma­schi­ne im Vorder­grund – der Staats­an­walt erwähn­te jedoch auch die Repres­sio­nen nach Innen, die Schaf­fung von Sonder­ge­richts­bar­kei­ten unter der Vichy-Regie­rung, die Errich­tung des „Cour Suprê­me de Justi­ce“ für den Riom-Prozess sowie die Umset­zung der Rassen­ge­set­ze in Frank­reich mit polizei­li­cher Kolla­bo­ra­ti­on, die die Vichy-Regie­rung auch im Kampf gegen die franzö­si­sche Résis­tance und andere Regime­geg­ner anwen­de­te.[43]

Nachdem die Frage nach der Verant­wor­tung für die Nieder­la­ge und die Rolle des Waffen­still­stands für den weite­ren Verlauf in den ersten acht Prozess­ta­gen im Vorder­grund stand, beschränk­te die Staats­an­walt­schaft den Ankla­ge­vor­wurf am neunten Prozess­tag auf die Handlun­gen Pétains nach dem 10. Juli 1940, also nachdem die Natio­nal­ver­samm­lung ihm die volle Macht übertra­gen hatte. Der Waffen­still­stand selbst sollte nicht mehr disku­tiert werden. Gericht und Staats­an­walt­schaft wollten so wohl weite­re Debat­ten und Schuld­zu­wei­sun­gen über die Nieder­la­ge vermei­den.[44]

4. Die Verteidigung
Die Vertei­di­gung war durch die unter­schied­li­chen Strate­gien der drei Vertei­di­ger Isorni, Lemai­re und Payen geprägt. Payen baute die Vertei­di­gung haupt­säch­lich auf dem „Mythos Pétain“ auf: Der „Held von Verdun“, der – alt und schwach – während der Vichy-Zeit das Regie­ren anderen überlas­sen hatte. Dies entsprach mehr oder weniger der Inter­pre­ta­ti­on von Pétains Rolle in Vichy, die De Gaulle in seinen Memoi­ren beschreibt.[45] Der 34-Jähri­ge Jaques Isorni hinge­gen votier­te für eine politi­sche Vertei­di­gungs­stra­te­gie: Er argumen­tier­te – auch lange nach dem Prozess und Tod Pétains[46] – dieser habe Frank­reich durch seine defen­si­ve Kolla­bo­ra­ti­ons­li­nie – Politik des „Schil­des“ oder „Doppel­spiels“[47] – letzt­lich vor Schlim­me­rem bewahrt. Der dritte Vertei­di­ger war Jean Lemai­re, den Fernand Payen ins Vertei­di­gungs­team holte nachdem Isornis Vorschlag nach Beiord­nung von Pierre Véron (ehema­li­ges Mitglied der Résis­tance, um der Vertei­di­gung mehr Glaub­wür­dig­keit zu verlei­hen) abgelehnt wurde. Von konzi­li­an­tem Gemüt versuch­te Jean Lemai­re die Diffe­ren­zen zwischen Fernand Payen und Jaques Isorni zu schlich­ten, viele Zeugen­ver­neh­mun­gen durch­füh­ren und zumeist gemein­sam mit Isorni zu votie­ren, um den aufkom­men­den „schwar­zen Mythos um den Maréchal“[48] zu konterkarieren.

Jaques Isorni war derje­ni­ge, der das Selbst­bild von Pétain teilte.[49] Er war der engagier­tes­te Vertei­di­ger im Rahmen des Prozes­ses und wurde später zu einem einfluss­rei­chen Biogra­phen Pétains.[50]
Einzi­ger Konsens war die Vermei­dung einer öffent­li­chen Befra­gung im Gerichts­saal und eine Kommu­ni­ka­ti­on allein über die Anwäl­te.[51]
Pétain beschränk­te sich also auf eine einzi­ge, mit den Anwäl­ten abgestimm­te, Erklä­rung unmit­tel­bar nach Eröff­nung der Verhand­lung am 23. Juli 1945 und beant­wor­te­te im Anschluss keine Fragen mehr.[52] Die Erklä­rung beinhal­te­te die Kernaspek­te der Vertei­di­gung: Der Held von Verdun wurde in höchs­ter Not in die franzö­si­sche Regie­rung gerufen, wo er Frank­reich durch eine Strate­gie des „Doppel­spiels“ vertei­dig­te: Er selbst agier­te als Schutz­schild , während de Gaulle als Speer­spit­ze Nazi-Deutsch­land bekämpf­te. Er erklär­te diese Politik des „double jeu“ wie folgt:

„Ich habe mein Leben im Diens­te Frank­reichs verbracht. […] Ich habe 1914/18 Frank­reichs Armeen zum Siege geführt. Nachher, als ich Ruhe verdient hatte, hörte ich nicht auf, dem Lande zu dienen. Ich antwor­te­te auf alle seine Rufe, ungeach­tet meines Alters und seiner Beschwer­den. Am tragischs­ten Tage seiner Geschich­te hat sich das Land wieder­um an mich gewandt. Ich verlang­te und wollte nichts. Man bat mich zu kommen, und ich kam. Ich wurde damit der Erbe der Katastro­phe, deren Urheber ich nicht war. Die wahren Schul­di­gen versteck­ten sich hinter mir, um den Zorn des Volkes abzulen­ken. Als ich im Einver­neh­men mit unseren militä­ri­schen Führern um Waffen­still­stand ersuch­te, unter­nahm ich eine notwen­di­ge Rettungs­ak­ti­on, denn der Waffen­still­stand bat Frank­reich geret­tet und zum Sieg der Alliier­ten beigetra­gen, indem er die Freiheit des Mittel­mee­res und die Integri­tät des franzö­si­schen Koloni­al­rei­ches sicher­stell­te. In der Folge wurde mir in recht­mä­ßi­ger Weise die Macht übertra­gen, die von allen Ländern der Welt, vom Heili­gen Stuhl bis zur Sowjet­uni­on, anerkannt wurde. Diese Macht brauch­te ich als einen Schild zum Schut­ze des franzö­si­schen Volkes. Für dieses Volk ging ich aber so weit, mein eigenes Presti­ge zu opfern. Ich blieb an der Spitze des Landes auch unter der Beset­zung. […] Die Beset­zung zwang mich, den Feind zu schonen; ich schon­te ihn aber nur, um euch alle zu schonen, in Erwar­tung der Befrei­ung unseres Landes. Die Beset­zung zwang mich gegen meinen Willen zu verschie­de­nen Handlun­gen, die mich mehr schmerz­ten als euch. […] Während General de Gaulle außer­halb unserer Grenzen den Kampf fortsetz­te, habe ich den Weg der Befrei­ung berei­tet, indem ich ein leiden­des, aber noch leben­des Frank­reich aufrech­terhielt. […]“[53]

Daran schlos­sen sich erste prozes­sua­le Anmer­kun­gen des Vertei­di­gers Isorni an, der monier­te, dass wichti­ge Dokumen­te zum Waffen­still­stand – die dem Gericht erst am 19. Juli 1945 vorge­legt worden waren – noch nicht gesich­tet werden konnten[54] und dass Pétain im Vorfeld des Prozes­ses nicht richtig vernom­men wurde. Vertei­di­ger Lemaît­re protes­tier­te zudem gegen den General­staats­an­walt Mornet und dessen Bemer­kung, er werde gegen den Angeklag­ten Pétain ohnehin die Todes­stra­fe beantra­gen.[55]
Im Rahmen der Zeugen­be­fra­gung waren folgen­de Schwer­punk­te zu erkennen:

Isorni und Lemaît­re unter­stri­chen stets, dass Pétain dazu beigetra­gen habe, Frank­reich vor weite­rem Leid zu bewah­ren.[56] Die Politik des „bouclier et double jeu“[57] sei nach 1940 deshalb erfor­der­lich gewesen, weil sie dem Schutz der franzö­si­schen Bevöl­ke­rung und der Unter­stüt­zung der Alliier­ten gedient habe. Dies zeigte sich nicht zuletzt daran, dass der Waffen­still­stand die franzö­si­sche Regie­rung am Leben gehal­ten und eine vollstän­di­ge Übernah­me durch die Deutschen verhin­dert habe. Insbe­son­de­re der Entlas­tungs­zeu­ge General Weygand[58] argumen­tier­te, der Waffen­still­stand sei im Vergleich zu einer Kapitu­la­ti­on die besse­re und ehren­haf­te­re Entschei­dung gewesen, da letzte­res mit einer Exilre­gie­rung und einer vollstän­di­gen Beset­zung durch die Deutschen verbun­den gewesen wäre.[59]

Vertei­di­ger Payen beton­te den „Mythos Pétain“ und Pétains Verdiens­te am Ersten Weltkrieg und verwies wieder­holt auf das hohe Alter des Angeklag­ten, um eine Straf­mil­de­rung zu erzie­len.[60]
Schließ­lich wies Isorni immer wieder auf die Schein­hei­lig­keit des Prozes­ses und Wider­sprüch­lich­kei­ten bei den Belas­tungs­zeu­gen hin. So konfron­tier­te er den General­staats­an­walt Mornet mit dem Vorwurf, sich als Richter im Schau­pro­zess von Riom angebo­ten zu haben. Dieser musste im Prozess einräu­men, dass er ein solches Angebot, als Richter in Riom zu dienen, zunächst annahm. Es kam dann aus anderen Gründen nicht dazu.[61]

In ähnlich diskre­di­tie­ren­de Richtung wies Isornis Befra­gung des Zeugen Daladi­er: Er verlas einen Brief von François Billoux, einem Kommu­nis­ten, der zum Zeitpunkt des Pétain-Prozes­ses Gesund­heits­mi­nis­ter in der Regie­rung von General de Gaulle war. Dieser hatte indes während der Besat­zungs­zeit Pétain um die Erlaub­nis gebeten, im Riom-Prozess gegen Daladi­er aussa­gen zu können, da dieser die kommu­nis­ti­sche Partei 1939 verbo­ten und viele ihrer Mitglie­der – darun­ter Billoux selbst – hatte verhaf­ten lassen. Isorni fragte Daladi­er in diesem Zusammenhang:
„Kommt Ihnen das nicht seltsam vor? Hier sind drei Männer, deren Namen auf ein und demsel­ben Blatt Papier stehen. Sie, Monsieur Daladi­er, Sie haben Billoux ins Gefäng­nis gebracht. Pétain hat Sie dann ins Gefäng­nis gesteckt. Heute gehört Billoux einer Regie­rung an, die Pétain ins Gefäng­nis bringen will. Macht Sie das alles nicht ein wenig skeptisch gegen­über der Rolle der Justiz in politi­schen Angele­gen­hei­ten?“[62]

Obgleich die Wider­sprü­che und die Mitver­ant­wor­tung von Verfah­rens­be­tei­lig­ten am Vichy-Regime dafür mitur­säch­lich gewesen sein mochte, dass dieje­ni­gen Ankla­ge­punk­te gegen Pétain fallen gelas­sen wurden, die vor dem 10. Juli 1940 datier­ten,[63] vermoch­te sie nicht gänzlich durch­zu­drin­gen. Zu viele Zeugen nutzten die Vorla­dung als Möglich­keit einer Recht­fer­ti­gung vor einer breite­ren Öffent­lich­keit[64] und insbe­son­de­re Pierre Laval – Minis­ter­prä­si­dent und Außen­mi­nis­ter des Vichy-Regimes – unter­mi­nier­te die Vertei­di­gungs­stra­te­gie Payens gravie­rend. Laval wider­sprach vor allem der Aussa­ge, die Kolla­bo­ra­ti­on mit Deutsch­land sei durch Pétain nur wider­wil­lig betrie­ben worden. Pétain sei vielmehr durch­ge­hend und vollstän­dig durch seine Minis­ter infor­miert worden. Lavals Ziel war die Entkräf­tung des Narra­tivs, er selbst sei die maßgeb­li­che Figur – „le mauvais génie“[65] – hinter Pétain gewesen. Aufgrund seiner bekann­ten Funkti­on in der antise­mi­ti­schen Auswei­tung der Vichy-Politik überzeug­te er nicht, erschüt­ter­te die Vertei­di­gung aber gleich­wohl – nicht zuletzt, weil er sich entge­gen allen Erwar­tun­gen von Pétain nicht zu distan­zie­ren schien, sondern mit ihm zu solida­ri­sie­ren suchte.[66]

Die Vertei­di­ger wichen trotz dieser – zumin­dest atmosphä­risch bedeut­sa­men – Zeugen­aus­sa­ge nicht von ihren kontro­ver­sen Vertei­di­gungs­li­ni­en ab.
Payen ging in drei Teilp­lä­doy­ers[67] wieder­holt auf das Argument des „double jeu“ ein, mit dessen Hilfe allein die wesent­li­chen Inter­es­sen Frank­reichs hatten aufrecht­erhal­ten werden können. Er wider­sprach Laval, der den Sieg der Deutschen herbei­ge­sehnt und Pétain zu einer Kriegs­er­klä­rung gegen­über England gedrängt habe.[68] In ruhigem Ton bezog Payen sich auf die ruhmrei­che Vergan­gen­heit Pétains und seinen stets selbst­lo­sen Dienst an Frank­reich.[69]

Im Gegen­satz dazu kriti­sier­te der Vertei­di­ger Lemai­re in lautem und aggres­si­vem Ton [70] vor allem die mangeln­de Vorbe­rei­tung des Prozes­ses, während Isorni die Kolla­bo­ra­ti­on in der Sache: Pétain habe morali­sche Konzes­sio­nen machen müssen, um Leben und Güter zu retten. Im Gegen­satz zur Résis­tance sei er aber nie bereit gewesen, Menschen zu opfern. Mit Blick auf die Publi­kums­wir­kung eines mögli­chen Todes­ur­teils gab er zu beden­ken: dieses könnte die Spaltung des Landes beför­dern und eine „guerre civile“ entfes­seln.[71]

5. Das Urteil
Nach mehre­ren Stunden der Beratung über Nacht sprach das Gericht Pétain am Morgen des 15. August 1945 um 4.30 Uhr der Verschwö­rung mit dem Feind und des Hochver­rats schul­dig und verur­teil­te ihn zum Tode. Damit einher ging die Aberken­nung seiner bürger­li­chen Ehren­rech­te und die Beschlag­nah­me seines Vermögens.

Obwohl die Beratun­gen zur Urteils­fin­dung geheim waren und ein Verstoß hierge­gen schon damals mit Strafe belegt war, veröf­fent­lich­te die Zeitung Libera­ti­on bereits am 16. August 1945 einen Artikel zum Abstim­mungs­ver­hal­ten, der jedoch nicht unwider­spro­chen blieb.[72] Danach sollen 20 von 27 Stimmen für die Todes­stra­fe gefal­len sein, 14 gegen 13 Stimmen für die Begna­di­gung. Andere Autoren bezogen sich auf später veröf­fent­lich­te Erinne­run­gen der Geschwo­re­nen Pétrus Faure sowie Gabri­el Delatt­re und nannten eine Abstim­mung von 18 zu 8 für die Todes­stra­fe (inkl. der beisit­zen­den Richter).[73]
Verifi­zie­ren lassen sich diese Behaup­tun­gen zum Abstim­mungs­ver­hal­ten der Geschwo­re­nen nicht, ebenso wenig die Einfluss­nah­me de Gaulles auf die Geschwo­re­nen der Résis­tance im Hinblick auf die Verhän­gung der Todes­stra­fe [74] oder der Vorschlag des Vorsit­zen­den Richters Mongi­baux, als Strafe ledig­lich fünf Jahre Exil zu verhän­gen[75].

Das Urteil, das noch in der Nacht geschrie­ben wurde, beginnt im Rahmen seiner Tatsa­chen­dar­stel­lung mit dem Jahr 1934. Dabei stellt es darauf ab, Pétain habe seit diesem Zeitpunkt die politi­sche Macht gesucht. Obwohl die Ankla­ge­punk­te vor dem 10. Juli 1940 in der Haupt­ver­hand­lung selbst fallen­ge­las­sen worden waren, ist diesen – den Waffen­still­stand einge­schlos­sen – ein vergleichs­wei­se langer Teil gewid­met. Es findet sich hier sogar der Satz, dass Pétain die politi­sche Krise, die ihn an die Macht brach­te, selbst provo­ziert habe. Das Urteil stützt sich dann auf die auf den Waffen­still­stand folgen­de Abschaf­fung der Republik durch Pétain und die Einfüh­rung eines politi­schen Regimes, das dem der deutschen Besat­zungs­macht ähnel­te. Insge­samt deutet das Urteil an, dass die Kolla­bo­ra­ti­on, die Depor­ta­tio­nen, die Verfol­gung nach Innen eine Folge dieses Waffen­still­stands – dem eigent­li­chen Grund­feh­ler – gewesen seien.[76] Dies entsprach den Ausfüh­run­gen De Gaulles, für den „das Haupt­ver­ge­hen Pétains und seiner Regie­rung darin [lag], dass man mit dem Feind im Namen Frank­reichs den sogenann­ten ‚Waffen­still­stand‘ geschlos­sen hatte.“[77] Das Argument des Doppel­spiels wies das Gericht expli­zit zurück.[78]

Zwei Tage später, am 17. August 1945, wandel­te de Gaulle die Todes­stra­fe in eine lebens­läng­li­che Freiheits­stra­fe um. Maßgeb­lich hierfür seien das hohe Alter (89 Jahre) Pétains und der Umstand, dass ein Mann hätte hinge­rich­tet werden sollen, der General im Ersten Weltkrieg gewesen war. Auch die Befürch­tung einer Spaltung Frank­reichs durch die Vollstre­ckung des Todes­ur­teils dürfte eine wichti­ge Rolle gespielt haben.[79]

6. Würdi­gung
Der Prozess gegen Pétain fand in einer politi­schen Übergangs­pha­se statt und kann von diesem politi­schen Hinter­grund kaum getrennt werden. Er war Teil der sog. „épura­ti­on légale“ („legale Säube­rung“), d.h. der Verfah­ren gegen sog. Kolla­bo­ra­teu­re, die auf Basis der Ordon­nan­ce du 26 juin 1944 relati­ve à la répres­si­on des faits de colla­bo­ra­ti­on[80], für Taten zwischen dem 16. Juni 1940 (dem Tag, an dem Pétain Prési­dent du Conseil des minis­tres wurde) und dem Ende des Vichy-Regimes verur­teilt werden konnten. Diese Form der „Säube­rung des Öffent­li­chen Lebens“ durch die Commis­si­on d’Épuration folgte einer gewalt­tä­ti­gen Phase von extra­le­ga­len Sanktio­nie­rungs­ak­ten gegen­über kolla­bo­rie­ren­den Mitbür­gern, die durch zahlrei­che Tötun­gen und öffent­li­che Rasur von Frauen in Erinne­rung bleiben.[81]Vor diesem Hinter­grund bewer­ten einige Autoren den Prozess gegen Pétain als politisch[82], insofern auch als Spiegel­bild des Schau­pro­zes­ses von Riom,[83]da die dort vor Gericht gestell­ten Reprä­sen­tan­ten der Dritten Franzö­si­schen Republik nun im Prozess gegen Pétain in umgekehr­ten Rollen – nämlich als Belas­tungs­zeu­gen – auftraten.

Der Prozess war jeden­falls von Beginn an mit einer Hypothek belas­tet: Einer­seits kann kaum von einem freien und unbefan­ge­nen Blick der Richter und Geschwo­re­nen ausge­gan­gen werden, die sich der sog. „France de la Libéra­ti­on“ – also dem freien, franzö­si­schen Übergangs­re­gimes nach 1944 – zugehö­rig fühlten. Anderer­seits musste dieser Prozess zur Selbst­ver­ge­wis­se­rung der – neuen alten – franzö­si­schen Nation beitra­gen, deren Legiti­mi­tät mit der Verur­tei­lung der Protago­nis­ten des Vichy-Régimes verwo­ben zu sein schien.

Anerkannt ist, dass der Pétain-Prozess einer der Höhepunk­te der „épura­ti­on legale“[84]und damit einer Form von Transi­ti­ons­jus­tiz[85] war, wie sie heute durch das Völker­straf­recht geprägt wird. Er scheint auch durch öffent­li­che Adres­sie­rung und straf­recht­li­che Verur­tei­lung politi­scher und polizei­li­cher Kolla­bo­ra­ti­on den komple­xen Prozess einer Konflikt­trans­for­ma­ti­on[86]nach dem Ende des Dritten Reiches beför­dert zu haben. Es ist aber bis heute offen, ob das von de Gaulle nachdrück­lich propa­gier­te franzö­si­sche Selbst­bild der Selbst­be­frei­ung nicht entschei­den­de Aspek­te der gesamt­fran­zö­si­schen Verant­wor­tung für die Kolla­bo­ra­ti­on unter­be­lich­tet ließ.[87] Insbe­son­de­re in Bezug auf die Depor­ta­ti­on von Juden – jüdische Zeugen wurden während des Prozes­ses nicht geladen, obwohl Infor­ma­tio­nen und Anfra­gen an Mornet heran­ge­tra­gen worden waren[88] – im Allge­mei­nen und die sog. Rafle du Vélodro­me d’Hiver (Razzia des Winter­ve­lo­droms) vom 16. und 17. Juli 1942, im Rahmen derer die franzö­si­sche Polizei die Massen­fest­nah­me und Depor­ta­ti­on mehre­rer tausend Juden in deutsche Konzen­tra­ti­ons­la­ger durch­führ­te, sind gravie­ren­de Defizi­te erkenn­bar. Zwar ist kollek­ti­ves Unrecht kaum in einem Straf­pro­zess zu verar­bei­ten, doch scheint durch die Fokus­sie­rung auf die Person Pétain und die Betonung der Illegi­ti­mi­tät des Vichy-Regimes, die Aufar­bei­tung der kollek­ti­ven Verant­wor­tung signi­fi­kant in den Hinter­grund geraten zu sein.[89]

Nicht zuletzt die ebenso subti­len wie essen­ti­el­len Fragen nach den Herrschafts- und Eliten­struk­tu­ren inner­halb der Verwal­tung und der franzö­si­schen Gesell­schaft unter dem Vichy-Regime sowie deren Verant­wor­tungs­an­tei­le[90] verblass­ten nach diesem Prozess und der weitrei­chen­den Amnes­tie­rung von diver­sen Funkti­ons­trä­gern im Jahr 1951 durch die Loi N° 51–18 du 51.1951 (portant amnis­tie, insti­tu­ant un régime de libéra­ti­on antici­pée, limitant les effets de la dégra­dati­on natio­na­le et répri­mant les activi­tés antina­tio­na­les).[91]

So hinter­lässt der Prozess gegen den einsti­gen „Held von Verdun“, der – wie er bis zum Schluss beteu­er­te – nie nach politi­schen Ämtern gestrebt habe, sondern nur dem Ruf der franzö­si­schen Nation gefolgt sei[92], einen überaus ambiva­len­ten Eindruck, der seinem Gegen­stand und Kontext geschul­det war und den Sartre womög­lich am treffends­ten einfängt: „Ich habe viele Leute gekannt, die 1940 England für verlo­ren hielten; die Schwa­chen überlie­ßen sich der Verzweif­lung, andere schlos­sen sich in einen Elfen­bein­turm ein, und wieder­um andere fingen aus Treue zu ihren Grund­sät­zen mit der Resis­tance an: sie dachten, daß Deutsch­land zwar den Krieg gewon­nen habe, daß es aber noch in ihrer Macht stand, es den Frieden verlie­ren zu lassen. Wenn die Kolla­bo­ra­teu­re aus dem deutschen Sieg auf die Notwen­dig­keit geschlos­sen haben, sich der Autori­tät des Reichs zu unter­wer­fen, dann deshalb, weil bei ihnen eine tiefe ursprüng­li­che Entschei­dung vorlag, die den Grund ihrer Persön­lich­keit ausmach­te: die Entschei­dung, sich der vollende­ten Tatsa­che zu fügen, ganz gleich, welcher. Diese grund­le­gen­de Neigung, die sie selber mit dem Namen „Realis­mus“ ausschmück­ten, hat in der Ideolo­gie unserer Zeit tiefgrei­fen­de Wurzeln.“[93]Und so schließt Sartre mit kriti­schem Weitblick: „Der Kolla­bo­ra­teur ist, ob er nun Gelegen­heit hat, als solcher aufzu­tre­ten oder nicht, ein Feind, den die demokra­ti­schen Gesell­schaf­ten ständig in ihrem Schöße tragen. Wenn wir vermei­den wollen, daß er den Krieg in anderen Gestal­ten überlebt, dann genügt es nicht, ein paar Verrä­ter hinzu­rich­ten.“[94]

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Fußno­ten
  1. Der Beitrag gibt ausschließ­lich die persön­li­che Meinung der Autorin wieder. 1. ↑
  2. Siehe mit Zitaten in: Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials – From Charles I to Charles Taylor, S. 89; so u.a. Beigbe­der, Judging war crimes and tortu­re: French justi­ce and inter­na­tio­nal crimi­nal tribu­nals and commis­si­ons (1940–2005), S. 188. 2. ↑
  3. Zur zeitli­chen Einord­nung ebenfalls: Der Nürnber­ger Haupt­kriegs­ver­bre­cher­pro­zess beginnt vier Monate später, am 20. Novem­ber 1945. 3. ↑
  4. Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials – From Charles I to Charles Taylor, S. 79; Beigbe­der, Judging war crimes and tortu­re: French justi­ce and inter­na­tio­nal crimi­nal tribu­nals and commis­si­ons (1940–2005), S. 170. 4. ↑
  5. De Gaulle, Memoi­ren 1942–1946, S. 523. 5. ↑
  6. Brocard, Juger Pétain: le «plus grand procès de l’His­toire», Histo­rE v. 6. Novem­ber 2015, https://www.lefigaro.fr/histoire/2015/11/06/26001–20151106ARTFIG00247–juger-petain-le-plus-grand-proces-de-l-histoire-sur-france‑5.php (URL, wie alle Nachfol­gen­den, zuletzt abgeru­fen am 14. August.2023). 6. ↑
  7. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 245. 7. ↑
  8. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 247. 8. ↑
  9. Siehe zu dieser Inter­pre­ta­ti­on auch: Atkin, Pétain, S. 197. 9. ↑
  10. Die steno­gra­fi­schen Verhand­lungs­pro­to­kol­le werden im Anschluss im Amtsblatt sowie in einer zweibän­di­gen Ausga­be unter der Acade­mie Francai­se veröffentlicht.
    Ankli­cken und weiterlesen

    So war und ist der Prozess der Öffent­lich­keit weiter­hin umfas­send zugäng­lich und bildet ein wichti­ges histo­ri­sches Dokument, um die damali­ge Ambiva­lenz um die Person Pétains zu verste­hen, die der Vorsit­zen­de Richter des Haute Cour de Justi­ce Paul Mongi­be­aux zu Beginn des Prozes­ses mit den folgen­den Worten beschreibt: « L’accusé qui compa­raît aujourd’hui a susci­té pendant de longues années des senti­ments les plus divers, depuis un enthousi­asme et une sorte d’amour jusqu’à la haine et l’hostilité violen­te», Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 10, https://criminocorpus.org/en/library/doc/1869/; die steno­gra­fi­schen Verhand­lungs­pro­to­kol­le sind einseh­bar bei, Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, https://criminocorpus.org/en/library/doc/1869/ (1/2) sowie https://criminocorpus.org/en/library/doc/1870/ (2/2).

    10. ↑

  11. Rioux, La France de La Quatrie­me Republi­que, L’ardeur et la neces­si­te (1944–1952), Bd. 1, S. 64 f., mit Verweis auf die Meinungs­um­fra­gen unter der Pariser Bevöl­ke­rung zwischen Septem­ber 1944 und Juli 1945 durch das Insti­tut français d’opi­ni­on publi­que. 11. ↑
  12. Siehe den Nachweis bei Vergez-Chaignon, Pétain, S. 1001, in Bezug auf die Einstel­lung der Bevöl­ke­rung in den Jahren 1940–1944. 12. ↑
  13. Vergez-Chaignon, Pétain, S. 1000. 13. ↑
  14. Vergez-Chaignon, Pétain, S. 1000. 14. ↑
  15. De Gaulle, Memories de guerre – le salut (1944–1946), S. 248. 15. ↑
  16. Dies mag auch an dem kleinen Saal des Pariser Justiz­pa­las­tes gelegen haben, in dem der Prozess statt­fand, vgl. Martí­nez, Les Procès Crimi­nels de l´Après-Guerre – Documents pour l´Histoire Contem­porai­ne, S. 34. 16. ↑
  17. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 10. 17. ↑
  18. Die Bezeich­nung als „größten Prozess der Geschich­te Frank­reichs“ wählt bereits – freilich aus der Perspek­ti­ve der Résis­tance – Jacob, Lundi s’ouvri­ra le procès Pétain traît­re à la France, Franc-Tireur v. 21. Juli 1945, https://criminocorpus.org/en/library/page/113522/. 18. ↑
  19. Neuere Analy­sen stellen dar, dass dies einem durch­schnitt­li­chen Aufstieg zur damali­gen Zeit entsprach;.vgl. Darstel­lung mit Vergleich­zah­len bei Vergez-Chaignon, Pétain, S. 37 f; siehe zu Biogra­phie: Vergez-Chaignon, Pétain, S. 19 ff. und Williams, Pétain, S. 2ff. 19. ↑
  20. Siehe die ausführ­li­chen Ausfüh­run­gen in Vergez-Chaignon, Pétain, S. 60. 20. ↑
  21. Vergez-Chaignon, Pétain, S. 75 ff.; Williams, Pétain, S. 104 f. 21. ↑
  22. Williams, Pétain, S. 221; Vergez-Chaignon, Pétain, S. 93 ff. 22. ↑
  23. Vergez-Chaignon, Pétain, S. 192 ff.; Williams, Pétain, S. 221. 23. ↑
  24. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 48. 24. ↑
  25. Vergez-Chaignon, Pétain, S. 280. 25. ↑
  26. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 49. 26. ↑
  27. Vgl. die Rundfunk­an­spra­che unter Pétain, Anspra­che zur “Kolla­bo­ra­ti­on” 30. Oktober 1940, Themen­por­tal Europäi­sche Geschich­te, http://www.europa.clio-online.de/searching/id/q63-28284. 27. ↑
  28. Varaut, Le procès Pétain – 1945–1995, S. 85 ff. 28. ↑
  29. Vgl. L’article 68 Consti­tu­ti­on de la Républi­que françai­se zum Cour de Justi­ce de la Républi­que. 29. ↑
  30. Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials, S. 88. 30. ↑
  31. Vgl. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 27 f. m.w.N; Bourget, Der Marschall – Pétain zwischen Kolla­bo­ra­ti­on und Résis­tance, S. 312; Kupfer­mann, Le procès de Vichy: Pucheu, Petain, Laval, S. 44. 31. ↑
  32. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 10 32. ↑
  33. Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials, S. 80. 33. ↑
  34. Kupfer­mann, Le procès de Vichy: Pucheu, Petain, Laval, S. 44, 87; Varaut, Le procès Pétain – 1945–1995, S. 53; Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials, S. 79; Martí­nez, Les Procès Crimi­nels de l´Après-Guerre – Documents pour l´Histoire Contem­porai­ne, S. 34. 34. ↑
  35. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 28 m.w.N.; Chris­ten, Marschall Pétain: Zusam­men­ge­stellt nach ag (AFP) –Presse­be­rich­ten, S. 6; Kupfer­mann, Le procès de Vichy: Pucheu, Petain, Laval, S. 44; Varaut, Le procès Pétain – 1945–1995, S. 53, 115; Martí­nez, Les Procès Crimi­nels de l´Après-Guerre – Documents pour l´Histoire Contem­porai­ne, S. 36. 35. ↑
  36. Die Tages­zei­tung “Combat” behaup­te­te, dass Mornet den Treue­eid auf Pétain geleis­tet habe, vgl. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 28 m.w.N. Zur Ambiva­lenz von Mornet aus zahlrei­chen anderen Gründen vgl. auch Jean-François Bouchard, André Mornet, procur­e­ur de la mort: Récit, 2020.
    Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 303 ff. 36. ↑
  37. Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials, S. 80. 37. ↑
  38. Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials, S. 80. 38. ↑
  39. Kupfer­mann, Le procès de Vichy: Pucheu, Petain, Laval, S. 86 f. 39. ↑
  40. Albert Camus in der Résis­tance-Zeitung Combat vom 2. August 1945, zitiert nach Hölze, Das Todes­ur­teil gegen Marschall Philip­pe Pétain, Deutsch­land­funk v. 14. August 2005, https://www.deutschlandfunk.de/das-todesurteil-gegen-marschall-philippe-petain-100.html . 40. ↑
  41. Zitiert nach Bourget, Der Marschall – Pétain zwischen Kolla­bo­ra­ti­on und Résis­tance, S. 311. 41. ↑
  42. Vgl. Ankla­ge in Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1., S. 28. 42. ↑
  43. Vgl. Ausfüh­run­gen von Gericht, Staats­an­walt­schaft und Vertei­di­gung in, Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 427 ff. 43. ↑
  44. De Gaulle, Memoi­ren 1942–1946, S. 521 f. 44. ↑
  45. Isorni, Pétain a sauvé la France, passim. 45. ↑
  46. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 30. 46. ↑
  47. Kupfer­mann, Le procès de Vichy: Pucheu, Petain, Laval, S. 79. 47. ↑
  48. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 38. 48. ↑
  49. Leonhard, Mythi­sie­rung und Mnesie: Das Bild Philip­pe Pétains im Wandel der politisch-histo­ri­schen Kultur Frank­reichs seit 1945, in: Berger Waldenegg/Loetz (Hrsg.), Führer der extre­men Rechten – Das schwie­ri­ge Verhält­nis der Nachkriegs­ge­schichts­schrei­bung zu „grossen Männern“ der eigenen Vergan­gen­heit, S. 109, 113; vgl. bespiel­wei­se Isorni, Souffran­ce et mors du Marechal Petain. 49. ↑
  50. Bourget, Der Marschall – Pétain zwischen Kolla­bo­ra­ti­on und Résis­tance, S. 304; Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials – From Charles I to Charles Taylor, S. 82. 50. ↑
  51. Chris­ten, Marschall Pétain: Zusam­men­ge­stellt nach ag (AFP) – Presse­be­rich­ten, S. 6. 51. ↑
  52. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 31 ff.; deutsche Überset­zung bei Chris­ten, Marschall Pétain: Zusam­men­ge­stellt nach ag (AFP) – Presse­be­rich­ten, S. 14 ff. 52. ↑
  53. So der späte­re Präsi­dent – gewählt durch die Natio­nal­ver­samm­lung – Louis Nogères bei der Veröf­fent­li­chung weite­re Unter­la­gen, die keine Beach­tung im Prozess gegen Pétain fanden, Nogères, Le Vérti­ta­ble Procès du Maréchal Pétain, 1955, S. 10; zu den Ausfüh­run­gen Isornis siehe Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 34 ff. 53. ↑
  54. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 39. 54. ↑
  55. Atkin, Pétain, S. 195; Kupfer­mann, Le procès de Vichy: Pucheu, Petain, Laval, S. 121; Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 2., 1945, S. 1046 ff 55. ↑
  56. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 29 f. So auch Charles Trochu, Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 483 ff.; Zusam­men­fas­sung der Aussa­ge Charles Trochu bei Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials – From Charles I to Charles Taylor, S. 86. 56. ↑
  57. Vgl. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 405 ff.; Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 32 f. 57. ↑
  58. Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials – From Charles I to Charles Taylor, S. 85. 58. ↑
  59. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 29. 59. ↑
  60. Siehe im Rahmen der Zeugen­aus­sa­ge des ehema­li­gen Präsi­den­ten des Gerichts in Riom, Caous in: Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1., 1945, S. 303 f 60. ↑
  61. Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials – From Charles I to Charles Taylor, S. 88. 61. ↑
  62. Zitiert nach Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 149. 62. ↑
  63. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 427; Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 33 m.w.N. 63. ↑
  64. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 30. 64. ↑
  65. Vgl. zur Formu­lie­rung von General Weygand, Laval sei der ”mauvais genie” von Petain gewesen, Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 410; zur Zeugen­aus­sa­ge von General Weygand s. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 377 ff.; vgl. ebenfalls Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 34. 65. ↑
  66. Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 34. 66. ↑
  67. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 2, S. 957 ff., S. 1011 ff., S. 1070 ff. 67. ↑
  68. Chris­ten, Marschall Pétain: Zusam­men­ge­stellt nach ag (AFP) – Presse­be­rich­ten, S. 108. 68. ↑</li
  69. Chris­ten, Marschall Pétain: Zusam­men­ge­stellt nach ag (AFP) – Presse­be­rich­ten, S. 103. 69. ↑</li
  70. Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 2, S. 989 ff. 70. ↑</li
  71. Atkin, Pétain, S. 195; Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 37.
    so zitiert in, Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 2, S. 1123; siehe auch: Vergez-Chaignon, Pétain, S. 1069. 71. ↑</li
  72. Varaut, Le procès Pétain 1945–1995, S. 384; Williams, Petain, S. 511. 72. ↑</li
  73. Varaut, Le procès Pétain 1945–1995, S. 382. 73. ↑</li
  74. Varaut, Le procès Pétain 1945–1995, S. 382; Florin, Philip­pe Pétain und Pierre Laval, S. 38 mit dem Hinweis in der Fn. 96, dass das genaue Abstim­mungs­er­geb­nis erst 1962 durch die Buchver­öf­fent­li­chung eines Geschwo­re­nen bekannt wurde; Bourget, Der Marschall – Pétain zwischen Kolla­bo­ra­ti­on und Résis­tance, S. 311; Chris­ten, Marschall Pétain: Zusam­men­ge­stellt nach ag (AFP) – Presse­be­rich­ten, S. 114 f. 74. ↑</li
  75. Siehe das Urteil in: Garçon, Le Procès du Maréchal Pétain compte rendu sténo­gra­phi­que, S. 1117 ff. 75. ↑</li
  76. De Gaulle, Memoi­ren 1942–1946, S. 520. Siehe auch Vergez-Chaignon in https://criminocorpus.org/fr/bibliotheque/video/1887/. 76. ↑</li
  77. Garçon, Le Procès du Maréchal Pétain compte rendu sténo­gra­phi­que, S. 1122. 77. ↑</li
  78. Belz, Es war undenk­bar, Philip­pe Pétain hinzu­rich­ten – Ein Gespräch mit dem Histo­ri­ker Henry Rousso, NZZ v. 25. Juli 2020, https://www.nzz.ch/international/prozess-gegen-petain-1945-es-war-undenkbar-ihn-hinzurichten-ld.1566047 78. ↑</li
  79. Ordon­nan­ce du 26 juin 1944 relati­ve à la répres­si­on des faits de colla­bo­ra­ti­on, in: Journal officiel de la Républi­que françai­se, 1944, Nummer 55 v. 6. Juli 1944, S. 535 f. 79. ↑</li
  80. Eindrucks­voll: Frétigné/Leray, La tondue: 1944–1947, passim.
    So u.a. Beigbe­der, Judging war crimes and tortu­re: French justi­ce and inter­na­tio­nal crimi­nal tribu­nals and commis­si­ons (1940–2005), S. 188. 80. ↑</li
  81. So Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials – From Charles I to Charles Taylor, S. 87; Poett­cher, Le Procés Pétain – Croquis d’audience par André Galland, S. 10. 81. ↑</li
  82. Belz, Es war undenk­bar, Philip­pe Pétain hinzu­rich­ten – Ein Gespräch mit dem Histo­ri­ker Henry Rousso, NZZ v. 25. Juli 2020, https://www.nzz.ch/international/prozess-gegen-petain-1945-es-war-undenkbar-ihn-hinzurichten-ld.1566047, wobei zwischen den „juris­ti­schen“ und den „wilden Säube­run­gen“ zu unter­schei­den ist. 82. ↑</li
  83. Vgl. zur Entste­hungs­ge­schich­te des in den 1990er-Jahren entstan­de­nen Begriffs Werle/Vormbaum, Transi­tio­nal Justi­ce: Vergan­gen­heits­be­wäl­ti­gung durch Recht, 2018, S. 3 ff.; Baumgartner/Bernath, ZIS 2018, S. 536 ff. 83. ↑</li
  84. Vgl. Baumgartner/Bernath, ZIS 2018, S. 536 und passim mit Verweis u.a. auf Berghof, Handbook for Conflict Trans­for­ma­ti­on, https://berghof-foundation.org/library/berghof-handbook-for-conflict-transformation; Francis, From Pacifi­ca­ti­on to Peace­buil­ding: A Global Call to Trans­for­ma­ti­on; Galtung, Frieden mit fried­li­chen Mitteln: Friede und Konflikt, Entwick­lung und Kultur; Leder­ach, Building Peace: Sustainab­le Recon­ci­lia­ti­on in Divided Socie­ties. 84. ↑</li
  85. Leonhard, Mythi­sie­rung und Mnesie: Das Bild Philip­pe Pétains im Wandel der politisch-histo­ri­schen Kultur Frank­reichs seit 1945, in: Berger Waldenegg/Loetz, Führer der extre­men Rechten – Das schwie­ri­ge Verhält­nis der Nachkriegs­ge­schichts­schrei­bung zu „grossen Männern“ der eigenen Vergan­gen­heit, S.110. 85. ↑</li
  86. Laugh­land, A Histo­ry of Politi­cal Trials – From Charles I to Charles Taylor, S. 88. 86. ↑</li
  87. Eindrucks­voll: Rosnay, Elle s’appel­ait Sarah. Zu den gravie­ren­den und grotesk anmuten­den Folgen s. Artikel zu den Äußerun­gen Le Pens in Die Zeit Online v. 10. April 2017, Le Pen bestrei­tet Frank­reichs Betei­li­gung an Juden­ver­fol­gung. 87. ↑</li
  88. Vgl. zu diesen Fragen und insbe­son­de­re den kompli­zier­ten Verant­wor­tungs­an­tei­len der christ­li­chen Kirchen in Frank­reich diffe­ren­ziert Seibel, Macht und Moral. Die „Endlö­sung der Juden­fra­ge“ in Frank­reich, 1940–1944, 2010, S. 16 ff., 173 ff., 332 sowie ders. Les effets politi­ques d’une prote­sta­ti­on religieu­se : l’église et Vichy en 1942, in Révue d’his­toire de la Shoah, Jg. 2020, Heft 2, S. 75–103. 88. ↑</li
  89. Journal officiel de la Républi­que françai­se, 1951, Nummer 6 v. 6. Januar 1951, S. 260 ff. 89. ↑</li
  90. Siehe Zitat in: Vergez-Chaignon, Pétain, S. 262: “Le prési­dent m’a dit que le pays avait besoin de moi. Je ne me suis pas dérobé, mais je n’ai jamais fait de politique et je ne veux pas en faire. Si on me confie le Minis­tè­re de la Guerre, je me conten­te­rai de m’occup­er de l’armée.” Im Prozess 1945 erklärt er über seinen Eintritt in die Regie­rung 1940 „Je ne deman­da­is ni ne désirais rien. On m’a supplié de venir: je suis venu.“, Haute Cour de Justi­ce, Le Procès du Maréchal Pétain. Compte rendu sténo­gra­phi­que, Bd. 1, S. 31 (Ich habe nichts gefragt und nichts gewünscht. Man hat mich angefleht zu kommen: ich kam). 90. ↑</li
  91. Sartre, Was ist ein Kolla­bo­ra­teur?, La Républi­que Françai­se, 1945 in : Grössel (Hrsg.), Jean-Paul Sartres, Paris unter der Besat­zung – Artikel, Repor­ta­gen, Aufsät­ze 1944 – 1945, S. 60, 65. 91. ↑</li
  92. Sartre, Was ist ein Kolla­bo­ra­teur?, La Républi­que Françai­se, 1945 in: Grössel, Jean-Paul Sartres, Paris unter der Besat­zung – Artikel, Repor­ta­gen, Aufsät­ze 1944 – 1945, S. 60, 70. 92. ↑</li
  93. Sartre, Was ist ein Kolla­bo­ra­teur?, La Républi­que Françai­se, 1945 in : Grössel (Hrsg.), Jean-Paul Sartres, Paris unter der Besat­zung – Artikel, Repor­ta­gen, Aufsät­ze 1944 – 1945, S. 60, 65. 93. ↑</li
  94. Sartre, Was ist ein Kolla­bo­ra­teur?, La Républi­que Françai­se, 1945 in: Grössel, Jean-Paul Sartres, Paris unter der Besat­zung – Artikel, Repor­ta­gen, Aufsät­ze 1944 – 1945, S. 60, 70. 94. ↑</li

Charlot­te Schmitt-Leonardy
Ruth Antonia Rosenstock
Juli 2024

Zitier­emp­feh­lung:

Schmitt-Leonar­dy, Charlotte/ Rosen­stock, Ruth Antonia: „Der Prozess gegen Philip­pe Pétain, Frank­reich 1945“, in: Groenewold/ Ignor / Koch (Hrsg.), Lexikon der Politi­schen Straf­pro­zes­se, https://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/petain-henri-philippe/, letzter Zugriff am TT.MM.JJJJ. ‎

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